- Initiative Cycleride

Jeder Radfahrer ist ein Auto weniger im Stau....

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Leserbrief zum Artikel "Radler und Toleranz"

Ralf Epple, Kohlberg, Initiative Cycleride. Zum Artikel »Toleranz und Rücksichtnahme für Radler« in der Nürtinger Zeitung vom 1. April 2006.

Zur Ergänzung zum Artikel möchte ich noch dazufügen, dass die genannten zwei Meter Mindestabstand von den deutschen Gerichten überwiegend bei höheren Kfz-Geschwindigkeiten, wie zum Beispiel auf Landstraßen, gefordert werden. Innerorts werden in der Regel 1,5 Meter als ausreichend erachtet.

Viele von uns Radfahrern wären allerdings schon froh, wenn zwischen Lenkerende und Fahrzeugaußenspiegel noch ein Meter verbleiben würde. Denn manche Autofahrer lassen uns nicht einmal 50 Zentimeter, wodurch uns schon der Winddruck des Fahrzeugs gefährlich Richtung Bordstein befördern kann. Das heißt, ein Überholen von Radfahrern, ohne wenigstens die Mittellinie zu überfahren, ist auf den meisten Straßen schlichtweg fahrlässig verkehrsgefährdend. Es verwundert nicht, dass gerade in Nürtingen so viele Radfahrer verbotenerweise auf Fußwegen fahren.

Zu den Radwegen: Hier wollen wir nicht nur, dass diese im in der Verwaltungsvorschrift vorgegebenen Zustand sind, sondern auch, dass sie nur dann als benutzungspflichtig ausgeschildert werden, wenn es unbedingt erforderlich ist. Eine Gefährdung auf Radwegen ist nicht nur durch (entgegenkommende) Hobbyradler gegeben, sondern vor allem durch Fußgänger und Kinder. Oder durch Hunde - ob angeleint oder nicht.

Zudem werden gerade die Fußgänger ja auch besonders durch Radfahrer gefährdet und wären oft froh, wenn sich die sportlichen Radfahrer auf der Straße bewegen würden, was wiederum den Autofahrern nicht passt. Andersherum gehört eine flanierende Großfamilie auf dem Weg zum fünf Kilometer entfernten Ausflugsziel dann wieder eher auf den Radweg. Die Radverkehrspolitik ist einfach eine komplexe Materie. Unser Programm und Ziele kann man auf unserer Homepage www.cycleride.de ansehen.

Allgäu-Radtouren im Internet planen

Kempten – Radurlauber im Allgäu können ihre Touren jetzt mit Hilfe interaktiver Karten im Internet planen. Das teilt das Allgäu Marketing in Kempten mit.

Nach dem Ostallgäu ist der Landkreis Unterallgäu nun der zweite Kreis in der Region, der ein Radportal mit interaktiven Karten anbietet. Urlauber können am Computer zu Hause ihre Touren nach Länge oder Schwierigkeitsgrad auswählen und als Karte ausdrucken. Zudem können sie sich Höhenprofile anzeigen lassen.

Hier die entsprechenden Links dazu:
www.radportal-unterallgaeu.de
www.rad.oal-portal.de

© dpa – Meldung vom 23.03.2006

«Falsch» fahrende Radfahrer haften bei Unfall

Bremen – Wenn ein Radfahrer den Radweg in der falschen Richtung benutzt, muss er bei einem Unfall meist in voller Höhe haften. Darauf weist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen unter Berufung auf verschiedene Urteile hin.

So erhielt ein neunjähriges Kind vom Landgericht Nürnberg-Fürth vollen Schadensersatz zugesprochen (Az.: 2 S 6548/90). Der Junge hatte einem »Geisterradler« ausweichen wollen und war dabei mit einem Schilderpfosten zusammengestoßen. Der verbotswidrig auf dem linken Radweg fahrende Radler hätte damit rechnen müssen, entgegenkommende Radfahrer zu verunsichern, entschieden die Richter.In einem anderen Fall verurteilte das Oberlandesgericht Celle einen Falschfahrer, da er einen korrekt fahrenden Radler zum Ausweichen gezwungen hatte und dieser auf dem Gehweg zu Fall kam (Az.: 14 U 103/04).

Grundsätzlich sei das Fahren nur auf dem rechten Radweg erlaubt, erklärt ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn. Anderes gelte nur, wenn ein Radweg durch Kennzeichen in beide Richtungen freigegeben ist.

© dpa – Meldung vom 20.02.2006