- Initiative Cycleride

Jeder Radfahrer ist ein Auto weniger im Stau....

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Radverkehrsexperten setzen Watschen für die Pannenflicken-Preisträger und -Nominierten

Wieder einmal hat es jede Pannenflicken-Nominierung auch 2019/2020 geschafft, Stimmenpunkte einzufahren. Natürlich gingen die meisten Stimmenpunkte an die größten "Hämmer" verfehlter Verkehrsplanungen. Unsere Fachjuroren und Experten erwiesen uns wieder die Ehre und teilten uns unsere Meinung hierzu mit. Bitte beachten Sie auch die im Vorfeld während der Nominierungsphase von den Bürgermeistern und Mobilitätskoordinatoren eingegangenen Versuche, den Nominierungen zu entkommen. Es war teils erschreckend, wie ahnungslos bzw. ignorant hier agiert wurde. Lesen Sie mehr unter: Die Versuche der Behörden, einer Pannenflicken-Nominierung zu entkommen

Hier nun die Meinung der Experten zu den diesjährigen Pannenflicken-Nominierungen. Zur Information hierzu: Jeder Mitwähler hatte drei Stimmen, der Favorit bekam 3, der zweite Favorit 2 und der drittplatzierte einen Stimmenpunkt.Unser dringender Rad an die Behörden und Verkehrsplaner: Nehmen Sie die Kritik ernst und machen Sie nicht dieselben Fehler auf Kosten und Gesundheit der umweltfreundlichen Radfahrer!

 

- Bernd Sluka - Radverkehrsexperte des VCD -

Platz 1: Bingen (3 Punkte)

Warum? Es handelt sich um Vorsatz. Das kann man nicht nur der Erklärung der Stadt entnehmen, sondern man sieht es daran, dass alte Zeichen 240 (vor 1992) und neue verwendet wurden. Offenbar wurde nie wirklich eine Überprüfung nach den StVO-VwV unternommen, obwohl sie mindestens zweinam

(1989 und 2009) vorgeschrieben war. Der Radweg verstößt gegen Breitenvorgaben für einen gemeinsamen Geh- und Radweg (VwV zu § 2 StVO Abs. 4 Satz 2 II a bb), die Sichtbeziehungen wurden vernachlässigt (VwV zu § 2 StVO Abs. 4 Satz 2 II 2. c), er ist unstetig (VwV zu § 2 StVO Abs. 4 Satz 2 II 2. c), weil die Benutzungspflicht mehrfach unterbrochen wird und die ohne jeglichen Ermessenspielraum vorgeschriebenen Furtmarkierungen (VwV zu § 9 StVO Abs. 2 II Satz 1) wurden nicht vorgenommen. Bei der linksseitigen Benutzungspflicht bzw. Freigabe kommen die fehlenden gesicherten Querungen hinzu (VwV zu § 2 Absatz 4 Satz 3 und Satz 4 StVO II 4).

Dagegen kann auch die Erklärung der Stadt nicht helfen, sie hätten auf Furten verzichtet, um Radfahrern keine Vorfahrt einzuräumen. Denn hier irrt die Stadt gründlich. § 8 und § 9 Abs. 3 StVO gelten auch ohne Furtmarkierung. Neben der Fahrbahn in derselben Straße fahrende Radfahrer haben dieselbe Vorfahrt wie auf der Fahrbahn fahrende. Und neben der Fahrbahn fahrende Radfahrer genießen Vorrang vor in gleicher oder entgegengesetzter Richtung fahrenden, auf der Fahrbahn abbiegenden Fahrzeugen. Nur wird es dann für Radfahrer gefährlicher, weil sie leichter übersehen werden. Außerdem befreit die Verzicht auf Furten die Stadt Bingen nicht von der Pflicht, an den Einmündungen eine ausreichende Sichtbeziehung herzustellen, wenn Radfahrer im Seitenraum an die Einmündungen herangeführt werden. Nach einem Unfall könnte ein Radfahrer hier sogar mangelnde Verkehrssicherung aufgrund des wirklich eklatanten Verstoß der Stadt gegen die Vorschriften geltend machen. Was sagt eigentlich die Rechtsaufsicht dazu?

Selbst ohne Benutzungspflicht wäre hier ein gemeinsamer Weg von Radfahrern und Fußgängern im Seitenraum nicht zulässig, da die Breitenvorgaben nicht eingehalten werden, insbesondere nicht an den Bushalten und die Sichtbeziehungen weiterhin nicht gegeben wären. Zudem wären auch bei einem freiwillig zu benutzenden Weg zwingend Furten zu markieren. Die Stadtverwaltung sollte daher alles daran setzen, den Weg aufzulassen und für eine sichere Führung der Radfahrer auf der Fahrbahn sorgen, z. B. durch ein Tempolimit im Ortsbereich.

Bei Platz 2 war ich lange unsicher, denn es sind mehrere Einreichungen von gefährdenen Schutzstreifen neben Parkständen dabei, die alle einen Preis verdienen. Letztlich hat mich dann aber die Stellungnahme der Stadt Wolfschlugen dazu veranlasst, dort den 2. Platz herzugeben:

Platz 2: Wolfschlugen (2 Punkte)

Was hier auf der Fahrbahn markiert wurde, ist weder Radfahrstreifen (kein Zeichen 237, zu schmal), noch Schutzstreifen (keine gestrichelte Markierung, keine Fahrradsymbole), sondern nach den Grundsätzen der StVO nur als eine Parkflächenmarkierung zu verstehen. Sie erlaubt hier das Parken auf dem Gehweg und teilweise auf der Fahrbahn. Alleine das ist schon ein sehr eigenwilliger Umgang mit der StVO. Radfahrer müssen links von der Markierung fahren. Durch die Lage auf der Innenseite einer Kurve wäre das Befahren dieses Streifleins mit einem Fahrrad auch nicht sehr sicher.

160 Meter folgender benutzungspflichlichtiger Geh- und Radweg sind ohne Auffahrtsmöglichkeit, da die Absenkung vor dem versteckten Zeichen 240 noch im Bereich der Parkerlaubnis liegt. Ein Radweg dieser Kürze (Länge wäre weit übertrieben) erfüllt nicht das Gebot der Stetigkeit (VwV zu § 2 StVO Abs. 4 Satz 2 II 2. c). Die Benutzungspflicht ist aufzuheben.

Soll weiterhin vor der Einmündung der Max-Eyth-Straße eine Radverkehrsanlage (ohne Benutzungspflicht) im Seitenraum ausgewiesen werden, ist an der Einmündung eine Furt zu markieren (VwV zu § 9 StVO Abs. 2 II Satz 1), denn die Radverkehrsanlage wäre an dieser Einmündung durchgehend. Besser wäre jedoch darauf zu verzichten, da an dieser belebten Einmündung Radfahrer im Seitenraum gefährdet sind und auf der Fahrbahn sicherer unterwegs wären. Wer will, kann dann nach der Einmündung auf einen der freigegebenen Gehwege auf- und in Schrittgeschwindigkeit weiterfahren.

(Nebenbei: Eines stimmt in der Stellungnahme des Bürgermeisters. In den Jahren 2016 bis 2018 sind hier in Wolfschlugen keine Unfälle mit Radfahrern aufgetreten. Die fanden am anderen Ende des Ortes und dem Einkaufsgebiet selbst statt. <unfallatlas.statistikportal.de>)

Platz 3 müsste ich gleichermaßen an Aachen, Bamberg und Ditzingen vergeben. Denn alle drei kombinieren Mindestmaße und verzichten auf ausreichende Sicherheitsabstände zu Parkständen. Das scheint sich zu häufen, das Schutzstreifen sehr in Mode gekommen sind. Kann ich allen drei je 1/3 Punkt geben?

Sonst wähle ich

Platz 3: Aachen (1 Punkt)

Aachen sticht nicht außergewöhnlich aus der Grupppe derjenigen Orte hervor, die Schutzstreifen oder Radfahrstreifen ohne Sicherheitsstreifen zu Parkständen anlegen oder Mindestmaße kombinieren. Sie hätten alle einen Preis verdient.

Was Aachen aus dieser Gruppe hervorhebt ist die relative Gefählichkeit.

Der Templergraben scheint relativ stark befahren und die Parkwechselfrequenz ist hoch. Das bedeutet ein hohes Risiko von Unfällen gegenüber den anderen Nominierten. Wobei auch Bamberg nicht mit Fahrradunfällen spart; ein direkter Vergleich mit Aachen war aber nicht möglich, da sich NRW nicht am Unfallatlas <unfallatlas.statistikportal.de> beteiligt.

Ein weiterer Grund für Aachen: Die Stadt weiß offenbar, wie man sichere Straßen plant (vor der RTWH), belässt aber hier eine Gefährdung.

Nebenbei: Eine Untersuchung der TU Dresden zeigt, dass Radfahrstreifen und Schutzstreifen nur dann attraktiv für Radfahrer sind, wenn sich daneben keine Parkplätze befinden. Ob ein Sicherheitsstreifen vorhanden und wie breit er ist spielt für die Attraktivität eine untergeordnete Rolle. Eine attraktive, den Radverkehr fördernde Radverkehrsanlage sieht anders aus als diese Aachener Straße.

Baustellen-Sonderpreis: Duisburg, Kardinal-Galen-Straße

Zwar gibt es dieses Jahr nur eine Nominierung für diesen Preis, aber sie hat ihn verdient.

Das ist eine kreative und rücksichtslose Selbstausweisung eines 50 cm breiten und damit unbefahrbaren gemeinsamen Geh- und Radwegs durch ein Bauunternehmen. Zudem wird dies nur auf der Hälfte der Baustelle vorgenommen, obwohl sich die Straßencharakteristik zwischen den beiden Hälften nicht ändert. Damit ist belegt, dass ein separater Radweg gar nicht benötigt wird, erst recht nicht ein Zwangsradweg.

Trotzdem bleiben Fragen: Was steht im Verkehrszeichenplan der Baustelle?

Was sagt die zuständige Straßenverkehrsbehörde dazu, die den Verkehrszeichenplan genehmigen musste? Und warum hat sie seine korrekte Umsetzung nicht überwacht? Warum hat niemand die Hinweise der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) zur "Baustellenabsicherung im Bereich von Geh- und Radwegen beachtet, obwohl Duisburg Mitglied der AGFS ist?

zu den anderen:

Bamberg

Bamberg ist bekannt für schlechte Radverkehrsanlagen. Dass überwiegend Mindestmaße verwendet werden und Sicherheitsstreifen fehlen passt dazu.

Das spiegelt sich auch in dem Unfallgeschehen in Bamberg wieder, wo im Vergleich zu anderen bayerischen Städten übermäßig viele Fahrradunfälle auftreten. Passend ist aber, dass die Siechenstraße am Friedhof vorbei führt. Damit qualifiziert sich Bamberg für den Titel Stadt der kurzen Wege.

Ditzingen

Auch wenn Schutzstreifen nicht benutzungspflichtig sind und man so fahren sollte, als wären sie nicht vorhanden, also in diesem Fall links davon, ist das eine klare Gefährdung von Radfahrern. Es bleibt zu hoffen, dass die meisten bald erkennen, wie gefährlich das ist, nicht nur durch Autotüren, sondern weil Fußgänger zwischen den Autos auftauchen. Leider wird diese Erkenntnis dazu führen, dass die Straße gemieden wird, also eine Vetreibung des Radverkehrs.

Der Sicherheitsstreifen zu parkenden Autos auf Bild 1 ist nur etwa 25 cm breit (incl. Markierung), keinesfalls 50 cm wie vom Bürgermeister behauptet. Denn die Markierung selbst ist 12,5 cm breit und passt nur ein weiteres Mal zwischen Markierung und Randstein hinein. Zudem läge bei 200 cm (Parkstände) + 50 cm (Sicherheitsstreifen) + 125 cm (Schutzstreifen) wie behauptet immer noch eine Kombination von Mindestmaßen vor, von der die ERA ausdrücklich abraten.

Mein Tip an die Stadt Ditzingen: Bitte die vergessene Schraffur auf den Streifen nachholen. Als Sperrflächen wären sie sinnvoll.

Duisburg

1. Kalkweg: ein schmaler, verdreckter Schutzstreifen mündet in schmalen Radfahrstreifen. Anderes als es der Einreichende angibt, besteht aber für den Schutzstreifen keine Benutzungspflicht; man fährt links davon, auf jeden Fall links vom Dreck und nicht zu nah am Bordstein. Der gezeigte Radfahrstreifen hat wenigstens einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu den Parkplätzen auf dem Gehweg.

2. Düsseldorfer Straße: Hier wird ein benutzungspflichtig gekenzeichneter Radweg im Mindestmaß ohne Sicherheitsräume zur Fahrbahn und zu Parkständen mit problematischen Sichtbeziehungen beschrieben. Das schließt natürlich eine Benutzungspflicht aus. Sie ist aufzuheben. Aber das ist nichts Besonderes in deutschen Städten.

Neckartenzlingen

Hier wird ein Radweg über Gehwege und eine Gehwegbrücke geführt. Das ist nichts Neues. Beispielsweise macht Ingolstadt hier <https://www.openstreetmap.org/?mlat=48.76297&mlon=11.43219#map=17/48.76297/11.43219>

denselben Fehler, obwohl dieser Steg breit genug für Fußgänger und Radfahrer ist. Auch in Passau führte der Donauradweg jahrelang auf einen etwa 200 Meter langen Gehweg zum Schieben - jetzt nicht mehr, weil er ein paar Zentimeter breiter gemacht wurde. Man darf jetzt dort auf dem Gehweg fahren, obwohl nach den Vorgaben von StVO-VwV und RASt eine gemeinsame Führung von Fußgängern und Radfahrern bei den hohen Verkehrsmengen (mehrere Tausend pro Tag) dort nicht zulässig ist und natürlich so gut wie niemand Schrittgeschwindigkeit einhält.

Die Wegweisung ist nicht optimal angeordnet. Es bleibt auch unklar, wieso man an der Altdorfer Straße nach rechts Richtung Metzingen fahren soll. Auf einer Karte sieht man, dass man nach links fahren und die Kirchbachgasse nehmen müsste, weil rechts nur ein weiterer Gehweg weiterführt.

Plochingen

Ein Radweg ohne gesichertes Ende, wie er tausendfach in Deutschland vorkommt. Gut, besser schlecht, da ist noch die unübersichtliche Kurve mitten durch eine Parkhauszufahrt. Aber der Weg ist nur für diejenigen benutzungspflichtig, die in die Fußgängerzone fahren wollen. Alle anderen fahren spätestens, wenn sie einmal hereingefallen sind, auf der Fahrbahn der Neckarstraße.

---Danke an Bernd Sluka---

 

Klaus Wörle - Radverkehrsexperte des ADFC -

Wie jedes Jahr ist es schwer, aus der geballten Inkompetenz und Ignoranz der zuständigen Behörden einen Favoriten zu wählen. Nach einigen Rumgeklicke fällt meine Wahl auf diese verkehrsplanerischen Glanzlichter:

Bingen/Rhein = 3 Punkte

Spitzenreiter für mich, weil hier vermutlich nicht einmal Inkompetenz und/oder Ignoranz seitens der Verwaltung vorliegt, sondern bewusste Verachtung gegenüber Radfahrenden. Um zu vermeiden, mittels der Markierung von Furten Radfahrenden eine kontinuierliche Fahrt entlang der Vorfahrtstraße zu ermöglichen, werden diese mit den Unterbrechungen der benutzungspflichtigen Radwegfragmente genötigt, für jeweils kurze Stücke auf die Fahrbahn zu wechseln oder abzusteigen und über die Kreuzungen zu schieben. Wie man auch anhand der mangelhaften Breite, Oberflächenbeschaffenheit und Sichtbeziehungen der "Radwege" erkennt, geht es allein darum, Radfahrende aus dem Weg zu räumen, ihnen konsequent die Fahrt zu vermiesen und Vorfahrtsrechte zu nehmen. Vermutlich handelt es sich um den Versuch, Radverkehr effektiv zu verhindern, ohne dies durch Zeichen 254 allzu offensichtlich zu kennzeichnen.

 

Wolfschlugen = 2 Punkte

Was soll das sein? Irgendwelche Markierungen? irgendwelche Verkehrszeichen? Kein Bezug zur rechtlichen und verkehrlichen Realität - Bitte dringend eine Nachschulung zur Bedeutung von verkehrsrechtlichen Anordnungen, deren Voraussetzungen und Konsequenzen besuchen!

 

Plochingen = 1 Punkt

Fast hätte ich den Punkt an Duisburg vergeben, weil es nicht sein kann, dass in einer Großstadt, deren Verwaltung über genügend Fachkompetenz verfügen müsste, immer noch solcher Murks gemacht wird, den man allenfalls noch in der Provinz als Unfähigkeit belächeln kann. Aber dann war doch Plochingen verlockend, das es schafft, auf kürzester Streckenlänge und auf einem Bild erfasst derart viele gefährliche Fehler zu realisieren. Wurde da vielleicht absichtlich ein Suchbild arrangiert: Wer findet als erster alle 15 Fehler?

 

Baustelle Duisburg – Baustellen-Sonderpreis

Wie schon letztes Jahr steht diese Baustellensituation stellvertretend für viele andere ebenso preiswürdige Baustellen im ganzen Land. Während für Autofahrer Baustellen idiotensicher ausgeschildert werden, muss man als Radfahrer/in schon solide Erfahrung im Trial-Sport mitbringen, um Baustellen einigermaßen sicher (oder überhaupt) passieren zu können. Dabei sind die von der Straßenverkehrsbehörde erstellten Baustellenpläne meistens noch korrekt, nur werden sie hinsichtlich des Rad- und Fußverkehrs von den Bauunternehmen selten richtig umgesetzt und fast nie kontrolliert, und die Ordnungswidrigkeit der fehlerhaften Umsetzung wird nie geahndet. Und ohne den Lerneffekt durch eine Bußgeld-behaftete Rückkopplung wird sich daran auch nie was ändern.

---Danke an Klaus Wörle---

 

Christian Ückert - ADFC Stade und "Stade fährt Rad" -

Hier meine Bewertung.

Bingen: 3 Punkte

Wolfschlugen: 2 Punkte

Plochingen: 1 Punkt

Baustelle Duisburg : Sonderpreis verdient.

Bingen hat für mich ganz klar den goldenen Pannenflicken verdient. Als wären linksseitige gemeinsame Geh- und Radwege nicht schon schlimm genug, ist dort bösartiger Vorsatz erkennbar, Radfahrer an den gefährlichen Kreuzungen gänzlich im Stich zu lassen, in dem man den "Radweg" vor der Kreuzung enden und nach der Kreuzung wieder neu beginnen lässt. Wenn sich dahinter die Absicht verbirgt, dass Radfahrer auf diesem Murks bitte nicht auch noch Vorfahrt haben sollen, offenbart sich in diesem Versuch auch noch die völlige Unkenntnis der zuständigen Verkehrsbehörde. Vorfahrt haben nämlich alle Fahrzeuge, die sich entlang einer Vorfahrtstraße bewegen, unabhängig davon, auf welchem Straßenteil sie fahren. Das sollte dann gemäß Verwaltungsvorschrift auch mit Radwegfurten verdeutlicht werden, dass dort mit vorfahrtberechtigtem Radverkehr zu rechnen ist. Selbst der Gehweg-Geisterradler, der unerlaubt auf der falschen Straßenseite fährt, hat entlang einer Vorfahrtstraße immer noch Vorfahrt. Daran ändert auch die Unterbrechung der Benutzungspflicht über die Kreuzung hinweg nichts, zumal es auf der Kreuzung ohnehin keinen "Radweg" gibt, den man benutzen könnte. Wie man auf dem Bild Bingen_R04 erkennen kann, fehlt über dem Verkehrszeichen 205 "Vorfahrt achten" auch das Zusatzzeichen, das auf Radverkehr von links und von rechts hinweist.

Wolfschlugen landet für mich knapp dahinter. Die Bilder zeigen vor allem, dass Radfahrer dort einfach nur irgegendwie aus dem Weg geschafft werden sollten, damit sie den "richtigen Verkehr" nicht stören. Die Verantwortlichen sollte man solange dort mit dem Fahrrad hin und her fahren lassen, bis sie das am eigenen Leib erfahren, was sie dort für einen Unfug angerichtet haben.

Auf dem dritten Platz landet bei mir Plochingen. Eigentlich ist das ein Fall für eine Satiresendung, z.B. für den ganz normalen Wahnsinn bei extra-3. Man kann sich nur wundern, wer das geplant und/oder ausgeführt hat und fragen, ob es niemanden gab, der das nach Fertigstellung abgenommen hat.

Die Baustelle Duisburg hat schon eine Auszeichnung verdient, wobei so etwas leider überhaupt kein Einzelfall ist. Schade, dass es in dieser Rubrik keine Konkurrenz gab. Ich wurde schon durch schlimmere Baustellen geschickt.

---Danke an Christian Ückert---

 

Ervin Peters - Radverkehrs-Koryphäe

Plochingen = 1 Punkt

Innerdörflicher Radweg: unnötig gefährdend kein vernünftiger Fußweg: Fußgängerlife matters! Kaum Fahrzeugverkehr, schmale Fahrbahn, keine örtliche Gefahrelage: für Fahrbahnpho-biker

Duisburg

...ist das nicht Standard für alte innerörtliche separierte Wege? Ich will sowas nicht: keine Abstände einzuhalten, miese Oberflächen, Kanten, zu schmal, Benutzungspflicht unzulässig...

Aachen = 3 Punkte

Den mindestmaßigen Schutzstreifen ummarkieren in einen Sicherheitstrennstreifen - Radfahrer können diese Streifchen nicht benutzen, da sie 80cm - 1m Abstand zu den parkenden Fahrzeugen halten müssen. 3 Punkte, weil eine elementare Empfehlung zur Selbstgefährdung auf dem Rad

Wolfschlugen

...ist da was von Relevanz? [Erklärung der IC: So was kann gar kein Radweg sein und wenn man das Blauschild sieht, ist es eh zu spät]

Bamberg

...halt die Konsequenz der Forderung nach Separation, es ist überflüssig und führt mit der territorialen Zuordnung zu Revierkrämpfen...

Bingen/Rhein = 2 Punkte

...ist das nicht Standard für innerörtliche separierte Wege? Ich will sowas nicht: keine Abstände einzuhalten, miese Oberflächen, Kanten, zu schmal, Benutzungspflicht unzulässig, unnötige angeordnete Selbstgefährdung mit dem Rad...

Baustelle Duisburg = Sonderpreis

PF 19-20 Neckartenzlingen

Mist, ist halt ein Fußweg über den eine Radroute gelegt wurde. Aber jetzt nicht gefährlich.

Ditzingen

Auch unnötig wie in Aachen, sollte auch ein Sicherheitstrennstreifen werden

...und übrigens, die Nichteinhaltemöglichkeit der Corona Sicherheitsabstände auf RVA erfordert das Nutzen der Fahrbahnen, oder?

---Danke an Ervin Peters---

 

und zu guter Letzt noch ein Statement eines IC-Mitglieds mit vielen Jahrzehnten Radverkehrserfahrung

Hier meine Wertung:

Aachen        3P

Plochingen    2P

Ditzingen    1P

und natürlich auch die Baustelle Duisburg.

Die Antworten aus Wolfschlugen und Bingen sind mal wieder so typische Beispiele dafür, wie verkrustet und ignorant bis unwissend mit dem Thema Radverkehr und Sicherheit vielerorts umgegangen wird. Es ist ein mühsames Geschäft, wirklich grundlegende Änderungen zu erreichen. Wenn ich mir anschaue, wie wenig in den letzten 10 Jahren erreicht werden konnte, muss ich mir desillusioniert die Frage stellen, ob ich wohl jemals noch zu Lebzeiten (wörtlich gemeint, Du kennst ja mein Alter ) in den Genuss einer umfassend verbesserten Situation kommen werde; mal von Einzelmaßnahmen abgesehen, die aber im Vergleich zu den generellen Missständen kaum ins Gewicht fallen. Ich habe da große Zweifel, versuche halt, das Beste draus zu machen und vermeide viele Strecken, die ich eigentlich gerne mit dem Rad befahren möchte, einfach, um meine Nerven und meine Gesundheit zu schonen.

Pannenflicken 2018/2019 - Die Wertung der Fachjuroren mit Kommentaren

Bernd Sluka – VCD Bayern – meine Wertung

1802 - Hallstadt 3 Punkte

Der Gewinner ist für mich dieses Jahr Hallstadt. Hier werden die Sicherheitsbelange der Radfahrer aufs Gröbste verletzt. Es ist nicht nur, dass sie statt auf der sicheren Fahrbahn durch den Kreisverkehr zu fahren, dort und nur dort ausdrücklich auf Radwege um den Kreisverkehr gezwungen werden, welche das Unfallrisiko vervielfachen. Auch nicht, dass diese Radwege völlig unzureichend sind und über zahlreiche zusätzliche Gefahrstellen (vor allem Einfahrten) führen. Sondern es ist vor allem auch die nicht normgerechte Ausbildung der Radwege (vgl. ERA und deren ausdrückliche Warnung vor dieser Ausführung) um den Kreisverkehr, welche stark verschwenkt auf die Furten geführt werden, die nicht markiert wurden und wo regelwidrig versucht wird, Radfahrern die Vorfahrt zu nehmen. In Pocking habe ich für solche Wege erfolgreich die Benutzungspflicht weggeklagt.

1806 - Neu-Ulm 2 Punkte

2. Platz für Neu-Ulm. Wenngleich die Zeichen 205 für die Radfahrer fehlerhaft aufgestellt wurden, entsprechen hier die Radwege wenigstens mal in den meisten Zufahrten den Richtlinien (ERA). Aber dafür werden sie dann mit den verschnörkeltsten Umlaufsperren blockiert, die ich je gesehen habe. Abgesehen davon, dass es keinen objektiven Grund dafür gibt, hier vorsätzlich die Wege zu versperren - vom besonders gefährlichen Linksfahren hält das keinen ab -, ist die Ausführung so, dass man nicht einmal bei Tageslicht erkennen kann, wo und wie man hier durchfahren sollte. Könnte man den Neu-Ulmern nicht einen Sonderpreis für das kreativste Fahrrad-Labyrinth aushändigen?

1807- Beuren 1 Punkt

Der undankbare dritte Platz geht nach Beuren. Undankbar ist auch, was hier Radfahrern und Fußgängern zugemutet wird: Zwangsradwege mit schlecht einsehbaren, aber schnell zu befahrenden Einmündungen, deren mögliche Unfallfreiheit wohl nur darauf beruht, dass hier wenig los ist und daher abbiegende Lkw und Radfahrer noch nicht zusammengetroffen sind. Furten werden nicht markiert, obwohl vorgeschrieben, Querungshilfen nicht eingerichtet, obwohl vorgeschrieben, sichere Radwegenden werden nicht ausgebildet, obwohl vorgeschrieben. Fußgängern mutet man schnelle Radfahrer im Gefälle zu und Radfahrer werden dazu verpflichtet, für wenige hundert Meter zweimal die Fahrbahn zu queren und durch die Fußgänger zu fahren.

1804 - Nürtingen

Den Baustellen-Sonderpreis trage ich mit. Es wird schon lange Zeit, die schlechte Baustellenabsicherung auf Radverkehrsanlagen öffentlich bekannter zu machen. Das gilt aber nicht nur für private Bauunternehmen, sondern auch die Bauämter sind meist rücksichtslos.

Also: Baustellen-Sonderpreis für Nürtingen, aber bitte auch für die Stadtverwaltung und die Polizei. Es kann mir niemand glaubhaft machen, dass man nicht mal rausfahren und die falsch aufgestellten Schilder entfernen könnte. Das dauert vor Ort 10 Minuten und nochmal 10 Minuten für eine E-Mail an den Bauunternehmer, in der er mitgeteilt bekommt, wo er seine eingezogenen Schilder abholen kann.

Übrigens ist der Umgang des Bauunternehmers mit Absperreinrichtungen als fahrlässig zu bezeichnen. Diese Plastikteile sind nur lose an einem Ende oder gar nicht befestigt. Ein stärkerer Windstoß oder ein Passant, der daran hängen bleibt und sie liegen als Stolperhindernis über dem Gehweg.

Der Trampelpfad-Sonderpreis gebührt aber ganz klar dem

1801 - Landkreis Harburg

Hier werden nicht nur unter Missachtung der Radfahrer, sondern auch gegen den Schutz der Fußgänger schmälste Wege mit schiefem Pflaster und unzureichendem Unterhalt (Reinigung) als gemeinsame Geh- und Radwege ausgewiesen und damit Fußgänger wissentlich gefährdet. Die meisten dieser Wege sind dabei nicht einmal als Gehwege geeignet.

Anmerkung: 1805 - Nohfelden/Bostalsee ist für mich nur eine grobe Fehlbeschilderung. Ein in den meterbreiten Grünstreifen gestelltes Zeichen 241 weist nicht zwei unabhängig verlaufende Wege als Gehweg bzw. Radweg aus und Bodenmarkierungen sind bestenfalls Hinweise. Der links weiterführende asphaltierte Weg ist als getrennter Geh- und Radweg beschildert, bei dem aber die Trennmarkierung fehlt. Ich würde da mit reinem Gewissen weiterfahren. In Gegenrichtung ist allerdings der Schlammpfad ein solcher Weg, da er jedoch eigenständig verläuft, kann man auch hier auf der asphaltierten Bahn weiterfahren. Und gar zu glauben, dass der unbefestigte Seitenstreifen eines Weges ein eigener Wegeteil wäre, ist ausgesprochen naiv.

Preisträger darf aber auch die Polizei und die Verwaltung sein. Denn sie haben die Aufgabe den bestehenden Beschilderungsplan durchzusetzen (§ 44 Abs. 1 und 2 StVO).

1803 – St. Wendel

Der enge "Grüntunnel" im unteren Abschnitt ist als Engstelle unschön, aber da Gegenverkehr sichtbar ist, nicht gefährlich. Freischneiden sollte man ihn dringend mal. Wenn die Anlieger das nicht selbstständig machen, muss die Gemeinde sie dazu verpflichten. Preiswürdig wird er, weil eine offizielle Radroute darüber geführt wird. Dazu müsste er auch mit (Kinder-)Anhängern, Lastenrädern und mehrspurigen Rädern passierbar sein - und das ist er nicht. Also stellt er eine Falle dar, zumal eine Umleitung nicht erkennbar beschildert ist.

Im starken Gefälle solle allerdings gar kein gemeinsamer Weg von Radfahrern und Fußgängern ausgewiesen werden - auch kein Gehweg mit Radfahrerfreigabe. Eigentlich gehört an den Weg nur ein Zeichen 239 (Gehweg) und dazu vielleicht ein Zusatzzeichen "Anlieger frei" für den Anwohner mit der Zufahrt (denn so ausgeschildert darf er hier gar nicht durchfahren!). Und die Radroute gehört auf eine andere Strecke verlegt.

 

Klaus Wörle – ADFC Regensburg

1802 - Hallstadt = 3 Punkte

Eine großzügig neu angelegte Verkehrsfläche und dann sowas für den Radverkehr? Gaaanz große Klasse: Diese Planer könnten ihre Inkompetenz und ihr komplettes Versagen kaum besser unter Beweis stellen. Dem Mut, seine eigene Unfähigkeit so plakativ zur Schau zu stellen, gebührt der Pannenflicken in Platin!

1806 – Neu-Ulm = 2 Punkte

Auch hier besagt die Situation: "Wir sind nicht fähig oder gewillt, eine vernünftige Verkehrsplanung zu machen, deswegen schikanieren wir lieber die Radler/innen." Setzen 6!

1807 - Beuren = 1 Punkt

Im Gefälle eine linksseitige Benutzungspflicht? Hirnlos, gefährlich, unverantwortlich.

1805 - Bostalsee = Trampelpfad

einfach dreist!

1804 – Nürtingen = Baustellen-Sonderpreis

Man sieht eine Standard-Baustellenbeschilderung, wie sie überall im Land stehen - manchmal sogar noch kreativer! Der Skandal ist, dass keinerlei Baustellenkontrollen durch die zuständigen Ordnungsämter stattfinden.

 

Einige Bemerkungen von Ervin Peters – Radverkehrsexperte

1804 - Nürtingen: Teile & herrsche, freue Dich über die Ermunterung ohne Sicherheitsabstand zu überholen und mit der Pedalerie am Bordstein kratzend die Einkaufstüten in die Fresse zu kriegen.

1806 - Neu-Ulm: Sicherheitswahn im Kasperlkostüm. Zum Käfig fehlen die Gitter rechts und links...

1803 - St. Wendel: Ein deutliches Zeichen von Phobie vor Kfz -psychische Diagnose des Initiierenden fällig

1801 - Landkreis Harburg: krankhafter Standard-Irrsinn norddeutscher Machart.

1802 - Hallstadt: letzte Planung vor der Rente, oder?

 

BDR und Skoda unterstützen Verkehrssicherheit von Radfahrern

In Ländern wie Frankreich und Spanien sind Schilder mit Überholabständen von 1,5 Metern gegenüber Radfahrern längst Usus. Selbst oben auf dem Teide von Teneriffa prangen plakatgroße Schilder, die auf diese Notwendigkeit hinweisen. Man kann schließlich nicht überall Radwege hinbauen, oder?

Nach langem Warten, was für etliche Radsportler, die pro Jahr Milliarden an Kilometern zusammen mit Kraftfahrzeugen auf Fahrbahnen zurücklegen beunruhgte, wurde nun auch der Bund deutscher Radfahrer (BDR) aktiv und startete ausgerechnet mit einem Automobilhersteller, der sich schon seit langem für den Radsport einsetzt, die Kampagne, dass 1,5 Meter Überholabstand mindestens notwendig sind.

Textauszug aus diesem Beitrag:

10.07.2018 BDR und ŠKODA starten Kampagne für gegenseitigen Respekt im Straßenverkehr

Weiterstadt – ŠKODA AUTO Deutschland und der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) starten zum Auftakt der Tour de France eine Sicherheitskampagne für gegenseitiges Verständnis und Respekt im Straßenverkehr. Sie zielt darauf ab, die Bevölkerung zu sensibilisieren, damit Radsportler und Autofahrer mehr Verständnis füreinander entwickeln.

Täglich entstehen im Straßenverkehr Situationen, die sowohl für Fahrrad- als auch Autofahrer gefährlich sind. Seitens der Pkw-Fahrer zählen ein zu geringer Sicherheitsabstand und die Missachtung der Vorfahrt zu den häufigen Unfallauslösern. Auch eine zu hastig geöffnete Autotür birgt Gefahr für Radfahrer. Diese hingegen halten sich nicht immer an rote Ampeln, sind auch schon mal auf der falschen Fahrbahn unterwegs oder fädeln sich leichtsinnig in den fließenden Verkehr ein. Um zu mehr Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme aufzurufen, starten ŠKODA und der BDR zum Auftakt der Tour de France eine gemeinsame Kampagne.

...

„Die meisten Verkehrsteilnehmer kennen beide Seiten, sind mal als Autofahrer und mal als Radfahrer unterwegs. Auch unsere Sportler sitzen oft stundenlang in einem Pkw, wenn sie zu den Wettkämpfen reisen. Man sollte in seiner jeweiligen Rolle dabei immer vor Augen haben, dass Radfahrer zwar ebenso Unfallverursacher sind wie Autofahrer, aber bei Unfällen als schwächerer Verkehrsteilnehmer viel häufiger und schwerer verletzt werden. Achtsamkeit auf beiden Seiten und Respekt kann Leben retten“, appellierte BDR-Präsident Rudolf Scharping an mehr gegenseitige Rücksichtnahme.

Inhalte der Sicherheitskampagne sind unter anderem Social Media-Beiträge aktiver BDR-Sportler. Speziell für die Kampagne produzierte Aufkleber, Warnwesten, Trikots sowie Fahrerbekleidung in auffälligen Signalfarben bei Rad-Tourenfahrten sollen eine breite Öffentlichkeit für das Thema ,Radsport im öffentlichen Raum‘ sensibilisieren und damit das Radfahren auf den Straßen künftig sicherer machen.

aus dem Presseportal von Skoda, Datum 10.07.2018: SKODA Presse

weitere Links:

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BDR

Jetzt bleibt es nur zu hoffen, dass diese News möglichst viele Menschen erreicht. Leider haben es die 1,5 m Mindestabstand noch immer nicht in die StVO geschafft. Unserer Meinung nach aber sind Aufklärungen solcher Art in ihrer Notwendigkeit für sicheren Radverkehr ganz vorne. Wer beispielsweise auf Spaniens Inseln unterwegs ist, erfährt einen enormen Respekt von Autofahrern Radfahrern gegenüber. Sie werden nicht nur mit eher 3 Metern als 1,5 Metern - also komplett auf der Gegenfahrbahn - überholt und es wird geduldig gewartet, bis sich eine Überholmöglichkeit bietet. Nein, es wird auch oft beim Überholen gejubelt, angefeuert, Daumen hoch gezeigt. Zustände, die wir aus Deutschland bislang leider noch nicht kennen. Aber: Change can happen! Veränderung kann eintreten! Bitte tragt alle dazu bei!